Titelblatt NEB Broschüre KDie Stiftung für Nutzungseigentum hat eine kleine Broschüre gedruckt. Bitte auf das Bild links klicken, um sie anzusehen oder herunterzuladen. Zum Weitergeben kann sie auch bestellt werden über die Adresse beratung@nutzungseigentum.ch

Zahlen zur Stiftung für Nutzungseigentum am Boden finden sich hier: Bilanzen 2010-2015

 

Die konkrete Tätigkeit der Stiftung begann mit der Schenkung eines Hauses in Dornach durch das Ehepaar Luchsinger. Eine weitere Wohnliegenschaft kam in Thun hinzu. Auf einem NEB-Grundstück in der unmittelbaren Nachbarschaft von Liegenschaften der Co­Opera Sammelstiftung PUK in Lenzburg steht das Kosthaus (ehemalige Hero-Kantine), wo heute ein Bio-Restaurant (Phönix), Tagungsräume und ein Fit­nesscenter untergebracht sind. Ein grösseres Grundstück kaufte die Stiftung der Rudolf Steiner-Schule in Schafisheim (bei Lenzburg) ab. Der Projektent­wickler Niklaus Schär beschrieb Situation und Entwicklung im PUK-Jahresbe­richt folgendermassen.

Ausgangslage

Um die hohe finanzielle Belastung der Rudolf Steiner-Schule in Schafisheim in der Nähe von Aarau zu ver­ringern, wurde in den Leitungsgremien der Beschluss gefasst, eine zum Schulareal gehörende Landparzelle zum höchstmöglichen Preis zu veräus­sern. Schliesslich lag das konkrete Angebot eines Generalunterneh­mers aus der Um­gebung vor.

Eine Gruppe von Eltern der Schule ergriff kurz vor der Vertragsunterzeichnung die In­itiative, anstelle einer für den Schulorganismus anonymen Zweifamilienhaus-Über­bauung eine Siedlung für Schuleltern zu erstel­len. Der Vorstoss brachte allerdings mit sich, dass diese Gruppe in wenigen Tagen eine Finanzierungszusi­cherung für den Landkauf in der Höhe des bereits vorliegenden Angebotes beibringen musste. In die­ser Si­tuation erfolgte die erste Kontaktname mit der Stiftung Nutzungseigentum am Boden (NEB). Die positive Reaktion dieser Stiftung ermöglichte es schliesslich, dass  an der Beschlussfassungsversammlung der Zu­schlag für den Landverkauf an die El­tern-Initiativgruppe ging.

Abwicklung des Landerwerbs

Die Kaufvereinbarung für die Landparzelle wurde in der Folge so formuliert, dass von den 1,13 Mio Fran­ken Kaufpreis 800'000.- von der Stiftung NEB bezahlt wurden, die Restsumme von 330'000.- wurde von der von den Initianten gegründeten Wohnbau­genossenschaft direkt an die Rudolf Steiner-Schule bezahlt.

Die Stiftung NEB als neue Besitzerin der Parzelle schloss mit der Wohnbaugenossen­schaft einen Bau­rechtsvertrag ab. Die Genossenschaft konnte damit als Baurechts­nehmerin/Bauberechtigte die Arealüber­bauung an die Hand nehmen. Der Baurechts­vertrag hat eine Laufzeit von 100 Jahren, anschliessend hat die Baurechtsnehmerin die Wahl zwischen einer Verlängerung des Vertrages oder dem Heimfall der Bau­ten gegen eine Realwert-Entschädigung. In die Nutzungsgebühr von Jährlich 53'500.- ist eine Verzinsung von 4.5% und eine Amortisation über 26 Jahre als Annuität einge­rechnet. Nach der gänzlichen Amortisati­on des anrechenbaren Landwerts von 800'000.- haben die Baurechtsnehmer für die verbleibende Bau­rechtsdauer einen jährlichen Solidaritätszins von 1.5 % auf  die 800'000.- zu bezahlen. Diese Zinszahlung hilft der Stiftung NEB bei der weiteren Realisierung des Stiftungszweckes.

Aus steuerlichen Ueberlegungen hat die Wohnbaugenossenschaft die Möglichkeit vorgesehen, einzelne Wohneinheiten im Miteigentum an Private zu verkaufen. Hier­bei wird das partielle Baurecht an den Mitei­gentümer abgetreten.

Gegenwärtige Situation

Die 10 Reiheneinfamilienhäuser (2 x 5 Häuser mit weitläufiger gemeinsamer Mittelparzelle) wurden von der Genossenschaft alle an Einzelfamilien in's Mitei­gentum verkauft (Die allermeisten Familien haben oder hatten ihre Kinder an der benachbarten Schule), wobei der Landpreisanteil, den die Genos­senschaft vorfi­nanziert hat (330'000.-), anteilig in den jeweiligen Kaufpreis der Einzelhäuser eingerechnet wurde.

Im praktischen Umgang mit  der hier dargestellten Lösung eines rechtsneutralen Bo­denbesitzes hat sich gezeigt, dass die Nichtbesitzbarkeit des Bodens zunächst Be­fremden auslöst, zumal die Einzelhausbe­sitzer im vorliegenden Fall den Kaufpreis des Bodens vollständig tilgen und dann immer noch nicht  im «Besitz» des von ihnen «bezahlten» Bodens sind. Bei genauerer Betrachtung wird dann jedoch ersichtlich, dass das Baurecht eigentlich alle vernünftigen Ansprüche an ein Stück Land erfüllt. Der vermeindliche Unterschied zum Privatbesitz des Bodens wird ir­relevant.

Aus dem Rückblick auf das nunmehr 17-Jährige Bestehen der Siedlung zeigt sich, dass diese Bauinitiative für die Bewohner-Familien einen spannenden und kin­derfreundlichen Lebensraum ermöglichte. Für die Rudolf Steiner-Schule stellt die Siedlung eine Erweiterung und Stärkung des Schulorganismus dar.

Impressum: Stiftung für Nutzungseigentum am Boden, Talweg 17, 3063 Ittigen. 031 921 88 22 | Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | Website: smart-web.ch