Titelblatt NEB Broschüre KDie Stiftung für Nutzungseigentum hat eine kleine Broschüre gedruckt. Bitte auf das Bild links klicken, um sie anzusehen oder herunterzuladen. Zum Weitergeben kann sie auch bestellt werden über die Adresse beratung@nutzungseigentum.ch

Zahlen zur Stiftung für Nutzungseigentum am Boden finden sich hier: Bilanzen 2010-2015

 

Unsere Seen und Flüsse gehören allen. Wälder und Berge sind allen zugäng­lich. Viele Alpen werden genossenschaftlich genutzt. Privates Eigentum an Boden war nicht schon immer selbstverständlich. Noch heute nutzen Noma­den ganze Landschaften gemeinsam. Auch bei uns waren Allmenden (Boden in Gemeinbesitz) verbreitet. Für viele ist schwer verständlich, dass Seen der Allgemeinheit gehören, privates Grundstückeigentum die Allgemeinheit aber über lange Strecken vom See fernhalten kann. 

«Eigentum ist gewährleistet» sagt unsere Bundesverfassung. Wenn Eigen­tum als gesetzlich oder vertraglich garantiertes Nutzungsrecht verstanden wird, ist dagegen nichts einzuwenden. Unsere aktuelle Eigentumsordnung führt aber dazu, dass Boden der Vermögensbildung und als Anlageobjekt dient. Die Folge umschreibt Udo Herrmannstorfer 1991 folgendermassen: «Die im gegenwärtigen Bodenrecht vorgesehene freie Verkäuflichkeit von Grund und Boden schlägt für immer mehr Mitglieder in unserer Gesell­schaft in eine faktische Nichtkäuflichkeit um.» Die Unterwerfung des Bodens unter die Gesetze der Spekulation führt dazu, dass weltweite Wirtschaftskrisen direkt mit Boden­finanzierung zusammenhängen.

Solange der Boden die Rolle des sicheren Hafens für im Überfluss vorhandenes Kapital behält, helfen auch Regulierungen wenig. Die beliebige Verfügungsgewalt (die freie Verkäuflichkeit) muss abgelöst werden durch ein Nutzungseigentum. Eine Art von Nutzungseigentum kennen wir bereits im Baurecht (Erbbaurecht): Der Nutzer erwirbt alle Boden-Nutzungsrechte, aber nicht das Recht des Verkaufs. In der Form eines Baurechtszinses zahlt er eine Nutzungsgebühr. Während das Bau­recht für eine bestimmte Frist (früher oft 99 Jahre, heute wesentlich kür­zer) erworben wird, ist das Nutzungseigentum an die Nutzung gebunden. Der Garagist kann seine Garage bzw. die Nutzung der Liegenschaft, in der sie sich befindet, durchaus an seinen Sohn übertragen. Wenn die vereinbarte Nutzung nicht mehr stattfindet, kann er die Liegenschaft (bzw. das Bodennutzungsrecht) nicht einfach dem Meistbietenden übertragen.

Die Stiftung für Nutzungseigentum wurde gegründet, um Boden im Nut­zungseigentum weiterzugeben und mit dieser Eigentumsform Erfahrungen zu sammeln.

Impressum: Stiftung für Nutzungseigentum am Boden, Talweg 17, 3063 Ittigen. 031 921 88 22 | Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | Website: smart-web.ch