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Zahlen zur Stiftung für Nutzungseigentum am Boden finden sich hier: Bilanzen 2010-2015

 

Die Zahl stammt von «Landportal», einer Online-Datenbank Nichtregierungsorganisationen und Forschungsinstituten, unter anderem dem Centre for Development and Environment (CDE) der Uni Bern. Andere Organisationen schätzen das Ausmass von Landnahme auf bis zu 200 Millionen Hektaren.
Laut «Landportal» liegt ein Drittel der verpachteten Fläche in Afrika. Sudan, Äthiopien, Madagaskar und Moçambique sind besonders beliebt. Global am stärksten betroffen sind Indonesien und Malaysia. Interessanterweise sind Malaysia, aber auch Indien nicht nur Ziel von Landgeschäften, sondern auch Herkunftsland von Landnehmern. ... Die Behauptung der Unternehmer, dass sie ungenutztes Land pachteten, stimmt nicht. Zwei Drittel der weltweit vergebenen Flächen lägen in zugänglichem und bewohntem Gebiet. Breu stellvertretender Direktor des CDE) und seine Forscherkollegen haben auch keine Beweise dafür gefunden, dass die lokale Bevölkerung von solchen Landnahmen profitiert. «Die Plantagen sind hoch mechanisiert. Es gibt kaum Arbeitsplätze für Unqualifizierte, und wenn, dann nur zu schlechten Bedingungen.» Die Bevölkerung leide nicht nur, weil sie ihr Land verliere, sondern auch, weil die Unternehmen viel Wasser verbrauchten. «Wenn das verpachtete Land in Äthiopien kultiviert wird, steigt der Wasserverbrauch des Landes pro Hektare um 35 Prozent.»
Auch die Schweiz macht mit. Laut «Landportal» gibt es fünf gesicherte Landnahmen von Schweizer Firmen. Addax Bioenergy aus Genf hat in Sierra Leone 57 000 Hektaren gepachtet, um Zuckerrohr zur Produktion von Biotreibstoff anzubauen. Green Power Holding aus Zürich hat sich in Moçambique und Kenya Land zum Anbau der Ökotreibstoff-Pflanze Jatropha gesichert. Die Firma Bioenergy International will in Kenya Jatropha anbauen.
In Äthiopien hat laut «Landportal» eine nicht bekannte Schweizer Firma 60'000 Hektaren gepachtet. Andere Firmen arbeiten als Partner von Agrarfirmen. Der Saatguthersteller Syngenta züchtet südlich von Addis Abeba auf einer kleinen Fläche Jungpflanzen. Die Firma ist schon seit fast 40 Jahren in Äthiopien tätig. Sie berät auch den Un-ternehmer AI Amoudi bei seiner umstrittenen Reisplantage in Gambella.
Undurchsichtiger sind die finanziellen Beteiligungen an Landgeschäften über Private Equity Fonds – auch solche aus der Schweiz. Die Bank Sarasin etwa bietet mit einem Fonds eine solche Investition an. Auch die Fondsgesellschaft Lumix aus Schindellegi investiert in geleastes Land. Über solche Instrumente seien auch Pensionskassen indirekt an Landgeschäften beteiligt, sagt Thomas Breu vom CDE. Sein Forschungszentrum leitet eine Nationalfondsstudie, die Land-Investitionen genauer untersucht, an denen Schweizer Firmen oder Finanzinstrumente beteiligt sind. (Michael Furger in NZZaSo 10.2.2013)

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